Krankheit im Alter und die Ideen der Regierung ...

Hier könnt Ihr Eure Meinungen zu Politik und Gesellschaft hinterlassen. Was ich allerdings nicht dulde, ist das beschimpfen von Arbeitslosen, Hartz IV-Empfängern und anderen gesellschaftlichen Randgruppen. Ebensowenig dulde ich hier braune Propaganda und Hetzreden gegen andere Völker.
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Krankheit im Alter und die Ideen der Regierung ...

Beitrag#1von romy_hexe » 17.08.2008 12:19

Als ich

diesen


Artikel las, da stellten sich mir alle Nackenhaare zu Berge. Langzeitarbeitslose für die Pflege. Auf der einen Seite wünscht man sich bei solchen Ideen nie auf Pflege angewiesen zu sein und andererseits kann ich nur denken, armes Deutschland. Dieses Land was sich als so sozial betrachtet (jedenfalls die Schicht der Leute, die nie wirklich um ihre Existenz bangen mussten - speziell Politiker und hohe Beamte und Manager, die das Volk ausbluten) kann sich nicht einmal mehr menschliche Pflege für die leisten, die das Land erst zu dem gemacht hatten, was es ist. All die Leute, die verzweifelt einen Job suchen, von dem sie auch wirklich leben können, sollen ohne jegliche Vorkenntnis auf Pflegebedürftige losgelassen werden.

Und wenn man uns einreden möchte, diese "Stellen" wahrscheinlich wieder die so gepriesenen 1-EUR-Jobs, nehmen keine regulären Arbeitsplätze weg, der lügt uns mit einer Dreistigkeit an oder was noch schlimmer ist, er glaubt diesen Schwachsinn in seiner grenzenlosen Weltfremdheit und Arroganz selber. Die Praxis des ganzen zeigt schon jetzt, dass immer mehr reguläre Jobs durch Mini- und 1-EUR-Jobs verdrängt werden. Und wenn es die zwei Jobarten nicht sind, dann die unzähligen Praktikanten, die von der Writschaft immer sehr gern, natürlich kostenlos und ohne Vergütung, verheizt werden.

Menschenverachtung und Behördenwillkür geführt von grenzenloser Dummheit und Arroganz. Armes Deutschland.

Da passt ja auch ganz gut dazu, dass es immer mehr Menschen gibt, die in Depressionen verfallen, weil sie diese Menschenverachtung nicht mehr ertragen können, weil sie eine Leere spüren, die durch nichts mehr gefüllt werden kann. Wen wundert es denn noch, daß es jetzt schon mehr Tode durch Selbstmord gibt als durch alle unnatürlichen Todesfälle zusammen, Tode durch Krieg, Unfälle und Morde. Es sollte in der Gesellschaft endlich einmal ein Ruck geschehen, ein Ruck, der endlich Veränderung und mehr Menschlichkeit hervorrufen wird.

Es darf nicht länger der Mensch nur als Ding gesehen werden, welches weggeworfen werden kann, wenn es keinen Nutzen mehr bringt, wenn er nicht mehr so funktionieren kann, wie er sollte. Es darf nicht länger sein, daß Menschen, dank der ach so großen Gesundheitsreformen keinen Arzt mehr findet, der ihn behandelt und erst die Ärzte zur Behandlung verpflichtet werden, wenn es Notfälle sind udn es meist dann viel zu spät ist. In solchen Fällen die Behandlungskosten explosionsartig gestiegen sind. Es darf nicht sein, daß Ärzte aus Deutschland abwandern, weil sie hier nicht mehr tragbare Arbeitsbedingungen vorfinden und so gut wie nichts mehr verdienen, ja gar an den Rand der Insolvenz gedrängt werden, weil Krankenkassen die Behandlungen und deren Vergütung einfach willkürlich festlegen. Es kann nicht sein, daß Kranke um Behandlungen kämpfen müssen, weil es die Krankenkassen in ihrer ach so großen Ignoranz nicht sehen wollen, dass genau diese Behandlung nur noch die einzig wirksame für den Patienten ist. Es darf auch nicht sein, daß viele Menschen sich den Gang zum Arzt ersparen, weil sie einfach das Geld für de Praxisgebühr nicht mehr haben.

Diese Listen könnten beliebig weiter geführt werden. Was ist das für eine Gesellschaft geworden? Wo bleibt nur der Aufschrei des Volkes?

Um es nüchtern zu betrachten, dann hat Deutschland genau das, was es verdient. Jedes Land hat die Regierung die es verdient. - diesen Satz habe ich vor langer Zeit irgendwo gelesen gehabt und wenn ihr mich fragt, es stimmt. Wir bekommen es tagtäglich vorgeführt.
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