strahlende Zukunft


Natur kann so verschieden erlebt und verstanden werden. Hier ein paar kleine Texte und Erlebnisse und philosophische Gedanken dazu. Hier findet ihr dann auch noch ein paar Sagen rund um Bäume und Sträucher und - wenn fertig gestellt - ein kleines Baumorakel.
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strahlende Zukunft

Beitrag#1von romy_hexe » 13.03.2011 14:20

Ein richtig gutes Lied und aktuell wie nie, das zeigen die aktuellen Ereignisse in Japan. Vor diesem Hintergrund hinterläßt mal wieder die deutsche Politik in Sachen Atomausstieg einen schalen Beigeschmack. Aus Tschernobyl hat man nichts gelernt. Und die deutsche Poitik zeigt immer deutlicher wie erpreßbar sie von der Atomlobby ist. Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Meine Meinung: überbezahlte korrupte kriminelle Bande von Nichtskönnern und Dummschwätzern - das ist unsere Politik. Vom schönen Schein des Seins - oder auch der Schein von nicht existierender Demokratie und ebensolcher Mediengleichschaltung und Diktatur, wie sie der DDR vorgeworfen wurde und noch wird. Immer schön mit Fingern auf andere zeigen, um von seinem größeren Fehlverhalten abzulenken.

Doch wann wird man endlich aufwachen? Das Volk ist gefragt. Veränderungen müssen immer vom Volk ausgehen.

Strahlend soll die Zukunft sein, gut wir werden seh´n,
ob wir wie ein Strahlemann lächelnd untergeh´n.
Wer noch einem Gott vertraut singe sein Gebet,
es könnte bald das Letzte sein, wenn´s so weiter geht.

...

Ich werd das Gefühl nicht los, daß man uns bescheißt.
Explodieren könnte ich vor Wut, die mich zereist.
Morgen, morgen nur nicht heut ich hab genug davon,
wenn wir nur malochen soll´n, dann woll´n wir auch den Lohn.


Ich liebe diese bissigen Texte. Schade das es kaum noch jemanden gibt, der so etwas singt. Selbst die Toten Hosen gibt es nur noch weich gespült. :nat.traurig_9.4.gif:

Ist schon komisch, dass man anhand von Schlagzeilen gegen die Linken genau ablesen kann, wann wo welche Wahl gerade stattfindet. Unisono wird diese Schlagzeile durch die Medienlandschaft gezogen. :naturenergiewelten_s065gif: Wäre mal Wert darüber nachzudenken.
Zuletzt geändert von romy_hexe am 13.01.2013 21:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Majak und die atomare Verstrahlung

Beitrag#2von romy_hexe » 26.03.2011 20:52

Da habe ich heute eine Reportage über Majak gesehen. Allgemein wird ja angenommen, dass Tschernobyl der erste Atom Super-Gau war. Weit gefehlt. Vom sowjetischen Militär und seiner extremen und damals sehr gut funktionierenden Geheimhaltung wurde ein Super-Gau im Jahre 1957 vertuscht. Über 200.000 Menschen, so die nunmehr offiziellen Zahlen, wurden verstrahlt. Keiner wurde aufgeklärt und evakuiert nur unzureichend. Man kann auch sagen, der Wille dazu war überhaupt nicht da. 23.000 km² wurde verstrahlt. Überall in dieser Gegend liegen radioaktive Abfälle, die radioaktiven Abwässer einfach in die Flüsse geleitet. Entschädigung Fehlanzeige, obwohl im Gesetz vorgesehen. Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte führten bisher nur einmal wirklich zum Erfolg. Eine Entschädigungszahlung erfolgte trotzdem nicht.

Mir wird Angst und Bange, wie der Mensch mit seiner Umwelt umgeht. Er zerstört bedenkenlos für Profit und Millionen die Umwelt. Menschenleben sind dabei völlig uninteressant. Pech gehabt. Was ist nur aus unserer Welt geworden? Und während ich das hier schreibe, wiederholt sich die Geschichte jetzt in Japan. Desinformation und Verharmlosung der Geschehnisse und des wirklichen Umfangs der bereits erfolgten Verstrahlung. Und wieder geht man dabei über Menschenleben. Sicherheitschecks wurden versäumt bzw. bewußt nicht durchgeführt, wiederum nur aus Profitgier. Ausbaden müssen es dann andere.
Und die Vergangenheit der nachfolgend aufgeführten Unfälle zeigen, dass man nichts gelernt hat und viel zu leichtsinnig mit etwas umgeht, wo man meint es unter Kontrolle halten zu können.

Unfälle in (ausführlichere Informationen findet Ihr bei Google unter Historie Atomunfälle):

  • Majak 1957
  • dem Versuchsatomkraftwerk Lycens 1969
  • Harrisburg USA-Pennsylvania 1979
  • der geheimen Atomanlage nahe Erwin USA-Tennessee 1979
  • Tsuruga Japan 1981
  • Tschernobyl 1986 + 1995
  • Tomsk-7 eine geheime Wiederaufbereitungsanlage in Westsibirien 1993
  • Tokaimura - wieder eine Versuchsanlage zur Wiederaufarbeitung 1997 + 1999 als zuviel Uran in einen Fülltank gegeben wurde. Bis dahin der schwerste Unfall in der Geschichte Japans und nach
  • Tschernobyl 1986 (so zumindest die ofiziellen Verlautbarungen)
  • Mihama Japan 2004
  • Tricastin - Frankreich 2008


Und jetzt auch noch Fukushima.

Nicht zu vergessen, die atomaren U-Boote der russischen Marine, die in Murmansk vor sich hinrosten oder die Kursk, die unterging. Wurde das schon Radioaktivität frei? Keiner weiß es und ich denke, darüber wird auch der Mantel des Schweigens gebreitet. Warum leidet der Mensch eigentlich an solch einem Größenwahn? Meint er denn wirklich, die Natur zu beherrschen oder auch nur die Chance dazu zu besitzen? Er geht mit Kräften um, die er noch nicht einmal annähernd verstehen kann und meint bereits alles zu wissen. Welch großer Trugschluß.

Sehr spannend finde ich auch diesen Artikel - AKW Krümmel

Es kann immer und überall passieren und ist vielleicht sogar in Deutschland bereits geschehen? Überall gleich sind allerdings die Desinformation und der geringe Wert des menschlichen Lebens. Es werden Menschen in den Tod geschickt, ohne ausreichend Ausrüstung oder Information über die Gefährlichkeit des Unterfangens. Und dabei, mußte ich erkennen, ist die Gesellschaftsordnung völlig egal. Es ist überall das selbe Schema. Traurig aber wahr.

In diesem Sinne - eine nachdenklich besorgte Romy
Zuletzt geändert von romy_hexe am 13.01.2013 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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