Leben und Tod


Natur kann so verschieden erlebt und verstanden werden. Hier ein paar kleine Texte und Erlebnisse und philosophische Gedanken dazu. Hier findet ihr dann auch noch ein paar Sagen rund um Bäume und Sträucher und - wenn fertig gestellt - ein kleines Baumorakel.
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Leben und Tod

Beitrag#1von romy_hexe » 14.11.2009 11:33

Es ist in der letzten Woche wieder viel geschehen, was unter diesem Titel geschrieben werden kann.

Auf der einen Seite wurde groß der Mauerfall gefeiert, andere tragische Ereignisse, die Menschenleben gekostet haben und auch viel Elend über die Welt gebracht haben, wurden dagegen nur am Rande bis gar nicht erwähnt. Ich rede hier von der Reichskristallnacht, die so viel Schrecken verbreitet hatte und Leben und viele Existenzen gekostet hatte. Ich rede aber auch von einem Fährunglück, welches sich am 09.11.1089 ereignete.

Was ich ganz besonders nicht verstehe, 99 % der Länder haben sich nach der Wende aufgespalten. Alleinig Jemen und Deuschland haben sich wieder vereinigt. Und beide Länder haben darausfolgend exact die selben Probleme, die aus dieser Vereinigung (ich bin allerdings geneigt, dieses Kind anders zu benennen) resultieren. Zugegeben auf anderen Niveaus.

Was mich in dieser Wochen allerdings noch mehr bewegte, war ein tragischer Unfalltod eines Mädchens Nähe Chemnitz. Sie war auf dem Weg zu ihrem Freund, als sie von einem Betonmischer erwischt und mitgeschleift wurde. Sie konnte noch ihren Freund benachrichtigen, dass er schnell kommen möge, weil sie sich noch von ihm verabschieden möchte. Denn sie spürte, dass sie diesen Unfall nicht überleben würde.

Mir gingen da viele verschiedene Gedanken und Gefühle durch den Kopf, die mich auch noch Tage danach beschäftigten. Ich habe schon viele Menschen kennen gelernt, die so einen Verlust nur schwer verkraften konnten. Und so kann ich mir sehr gut vorstellen, wie es in dem Freund momentan aussehen mag. Auf der anderen Seite stellte ich mir vor, wie ich reagieren würde, wenn ich in so eine Situation geraten würde. Auch diese Gedanken machten mir schwer zu schaffen.

Den Selbstmord von Robert Enke nahm ich derweil nur noch am Rande wahr. Auch kann ich nicht verstehen, warum gerade um diesen Menschen so ein Aufriss gemacht wird, nur weil er vielleicht berühmt war. Klar ist es ein Schock gewesen, aber ist es für ihn nicht auch eine Erleichterung??? Naja eigentlich egal, denn dadurch wird er nicht wieder lebendig. Mein Mitgefühl gilt der Familie.

Ich glaub, ich werde an dieser Stelle erst einmal aufhören, meine Gedanken zu sortieren oder den Versuch dazu zu machen. Machts gut und passt auf Euch auf. Jeder Tag ist kostbar und könnte der letzte sein. Bild
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Re: Leben und Tod

Beitrag#2von Ingrid » 15.11.2009 12:22

das ist schon ein interessantes thema ... warum wird soviel verschiegen ... weil die leute das Leid nicht sehen wollen nicht damit fertig werden? Die Reichskristallnacht ist wohl ein thema das ost und west betrifft ... insbesonderes die Kirche.

es ist einfach soviel geschehen was nie hätte geschehen dürfen ... vielleicht fängt man sich einfach mit dem positiven besser auf.

Sind viele Dinge nicht einfach schicksal ... es sollte so sein ... du bist damals im osten aufgewachsen ich im westen?

Ich glaube in der umgekehrten Situation kann keiner sagen er hätte so oder so gehandelt.

ich habe etliche filme gesehen ... wo ich mich selbst gefragt habe ... warum sind soviele menschen einfach in den tod gelaufen ... warum haben sie nicht einfach eine Gruppe gebildet? Um sich zu wehren? ich weiß es bis heute nicht ... habe sie keine zukunft gesehen?

Mir fällt gerade die Schweinegrippe ein ... gestern sollten noch alles gemeldet werden ... heute nur noch die todesfälle ... übermorgen gar nichts mehr??? Hier würde ich mal die REGIERUNG FRAGEN warum ist das so??? Wollen sie sich den gefahren entziehen oder besser gesagt der verantwortung?

Und genau hier würde ich sagen es gibt Unterschiede zwischen den Menschen ... wer etwas hat der hat einfach die besseren karten ... die juden hatten die besseren idee ... der kleine mann auch ... also wer wird vernichtet? Die die sich nicht WEHREN

Das ist jetzt einfach mal meine Meinung
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Beitrag#3von romy_hexe » 15.11.2009 12:32

Hallo Ingrid

Ja das ist ein wahrer und im Grunde sehr trauriger Satz.

Es wird immer nur der vernichtet, der sich nicht wehrt. Ich hab einmal ein Zitat gelesen gehabt, das paßt gut hier herein.

"Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun." Edmund Burck sagte dies einmal vor ewig langer Zeit.

Alles passiert entweder, weil die guten Menschen nicht glauben wollen, dass der Mensch zu so viel Grauen fähig ist oder ganz einfach weil der Verstand sich so etwas nicht vorstellen kann.

Wie auch immer, wir können nur dafür sorgen, dass die Welt ein wenig menschlicher wird.
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Beitrag#4von romy_hexe » 15.11.2009 12:44

Ich hab noch einmal in ein paar Zitaten gestöbert und eins gefunden, dass hier auch gut herein passt.

Nur belehrt von der Wirklichkeit können wir die Wirklichkeit ändern.

Bertold Brecht


Und ich glaube, dass ist im Grunde das Grundübel aller Dinge in der sogenannten Zivilisation. Und die heutige Gegenwart beweist das deutlich. Es wurden keine Lehren aus der Weimarer Republik und der daraus resultierenden Zeit des Dritten Reichs gezogen. Allein der Umstand, dass es heute an einem Mann fehlt, der wie Hitler die Massen auf seine Seite ziehen konnte/kann, bewahrte uns bisher vor größerem Unheil. Nur Zufall und kein Verdienst derzeitiger Regierungen und deren Maßnahmen. Darüber darf ich im Grunde nicht nachdenken.
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Beitrag#5von romy_hexe » 27.11.2009 18:09

Ich habe einmal den Rest vom ursprünglichen Thema abgeteilt. Den weiterführenden Austausch findet Ihr hier.
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